Tierarztpraxis Bartels Celle
Dr. med. vet. Ulrike Bartels
Kaninchengarten 5
29223 Celle
Telefon: 0 51 41 - 5 19 20
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Neuigkeiten aus der Tierarztpraxis Dr. Bartels


Leptospirose ist immer noch aktuell und endet häufig tödlich


Die Leptospirose gehört mit zu den meist verbreiteten Infektionskrankheiten bei Hunden. Aber die Leptospirose ist auch eine gefährliche  Zoonose Erkrankung d.h. sie kann auch auf den Menschen übertragen werden.


Die Leptospirose wird durch Leptospiren hervorgerufen . Es gibt bis zu 200 verschiedene Untergruppen, von denen aber nicht jede für den Hund gefährlich ist.

Normalerweise wird jeder Hund 1 x pro Jahr dagegen geimpft zusammen mit der 5 fach oder 6 fach Impfung .

In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die Erkrankung wieder häufiger beim Hund auftritt. Jetzt gerade ein aktueller Fall einer Leptospirose bei einer kleinen Jack Russel Hündin in Celle.


Das Problem bei der Herstellung von Leptospiroseimpfstoffen ist, dass immer neue Untergruppen festgestellt werden und die Impfstoffhersteller nicht schnell genug einen erweiterten Impfstoff entwickeln können.

Ein weiteres Problem ist , dass der Impfschutz gegen Leptospirose oft nicht 12 sondern nur 7- 9Monate schützt, d.h. der Titer fällt zum Ende des Impfjahres deutlich ab und dann kann es passieren, dass sich ein Hund mit Leptospiren infiziert und auch daran erkranken kann.

Die Übertragung erfolgt entweder "direkt " oder "indirekt "

d.h. durch direkten Kontakt mir einem infizierten Tier i.d.R. Wildtiere wie Ratten, Mäuse oder Füchse

oder durch indirekten Kontakt mir infiziertem Urin dieser Tiere in Pfützen u feuchtem Erdreich .

Die Erreger gelangen über kleinste Hautverletzungen z.B. am Maul oder an den Pfoten in den Körper des Hundes. Ob und wie schwer der Hund erkrankt hängt davon ab ob der Hund einen hohen Antikörpertiter durch regelmäßige Impfungen hat oder bei Welpen über die Muttermilch . Dann kann die Erkrankung völlig symptomlos verlaufen.

Wenn aber kein Antikörpertiter vorliegt oder dieser deutlich zu niedrig ist, dann vermehren sich die Erreger in Nieren, Milz, Leber , ZNS u. anderen Organsystemen. Oft kommt es zum Nieren - oder Leberversagen .

Die Symptome treten meist nach einer Inkubationszeit von bis zu 12 Tagen auf . Diese können sehr unterschiedlich sein : Müdigkeit, Unlust , Futteraufnahme wird verweigert, Austrocknung (Dehydration) Durchfall, Erbrechen ,Fieber .

Die klinischen Symptome sind sehr variabel und sind abhängig vom Immunstatus. Junge Hunde erkranken meist besonders schwer oft mit tödlichem Verlauf.

Rechtzeitig erkannt kann mit Hilfe eines Breitband Antibitikums die Erkrankung behandelt werden.

Vorbeugung : mind. jährliche Impfung oder öfter.

Einen Hund nicht gegen Leptospirose zu impfen hält die Ständige Impfkommission für grob fahrlässig (Prof . Reinhard Straubinger)

 


Tierärzte warnen vor Katzenseuche


Die Krankheit ist lebensbedrohlich für Katzen. Im Kreis Celle grassiert die Katzenseuche (Parvovirose).
Das Virus bedroht besonders junge Katzen.
Erste Symptome: Erbrechen und Durchfall.
Roman Thönies, Leiter des Tierheims Celle, warnt: "Der Virus breitet sich rasant schnell aus. Auch in der Region Hannover sind ungeimpfte Katzen gefährdet."
Eine Sprecherin der TiHo in Hannover sagt: "Das Hyperimmun-Serum Feliserin ist bis Frühjahr nicht lieferbar. Katzenbesitzer sollten ihre Tiere unbedingt impfen lassen."


 

Vor der Impfung unbedingt entwurmen. Wieso?

Bei einer Impfung wird der Organismus von Hunden und Katzen gezielt mit bestimmten Krankheitserregern, z.B. dem Tollwutvirus, in Berührung gebracht. Die Erreger sind dabei so abgeschwächt, dass sie keine Krankheiten auslösen können, vom Immunsystem aber noch als gefährlich erkannt werden. Das Immunsystem kann so ungestört gegen diesen Erreger "aufrüsten" und spezifische Abwehrzellen bilden. Kommt es dann später zu einer Infektion mit dem tatsächlichen Erreger, ist das Immunsystem so gut vorbereitet, dass es diesen abwehren und eine Erkrankung des Tieres verhindern kann.Haben Hund oder Katze bei einer Impfung Würmer, kann das Immunsystem die Impfung nicht optimal verarbeiten. Der Grund dafür ist, dass die körpereigene Abwehr dann durch den Wurmbefall bereits stark beansprucht ist. So sind z.B. weiße Blutkörperchen, die eine zentrale Rolle für die Immunabwehr spielen, bei einem Spulwurmbefall oft sehr stark aktiviert und treten im Blutbild nachweislich vermehrt auf. Andererseits unterdrücken Würmer teilweise speziell jene Anteile des Immunsystems, die für die Immunreaktion gegenüber Bakterien und Viren wichtig sind.Wir empfehlen daher, Hunde und Katzen 2-3 Wochen vor einer Impfung zu entwurmen. Alternativ kann auch einige Tage vor der Impfung eine Kotuntersuchung vorgenommen werden. Liegt kein akuter Wurmbefall vor, kann bedenkenlos geimpft werden. Ergibt die Untersuchung jedoch einen Wurmbefall, sollte das Tier zunächst entwurmt und die Impfung um ca. 2-3 Wochen verschoben werden.

 



Der Herbst wird spannend!

www.katzenwelt.bayer.de

www.parasitenfrei.de

 



Toxoplasmose und Schwangerschaft

Toxoplasmose ist eine Zoonose, also eine Infektionskrankheit, die vom Tier auf den Menschen übertragbar ist.

Dabei kann der Erreger „Toxoplasma gondii“ z.B. über den Kot der Katze, kontaminierte Erde, verschmutztes Wasser sowie über rohes Fleisch übertragen werden.

Bei Schwangeren ist besondere Vorsicht geboten, da der Erreger schwere Schäden am ungeborenen

Kind verursachen kann.

Wenn eine Schwangere vor ihrer Schwangerschaft schon Toxoplasmose hatte, evtl. auch unbemerkt, besteht für sie und das ungeborene Kind keine Gefahr, da schon Antikörper vorhanden sind.

Ob Antikörper vorhanden sind, kann durch einen Bluttest beim Frauenarzt überprüft werden.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn die Schwangere noch keine Antikörper gebildet hat, weil sie selber noch keinen Kontakt mit Toxoplasmen hatte, die Katze Freigänger ist oder mit rohem Fleisch ernährt wird.

Damit eine Schwangere sich nicht erstmalig infiziert, sind konsequente Hygienemaßnahmen zu beachten:

– Kontakt mit Katzenkot vermeiden

– die tägliche Reinigung der Katzentoilette einer anderen Person im Haushalt überlassen

  • bei der Gartenarbeit stets Gartenhandschuhe tragen

  • kein rohes Fleisch essen während der Schwangerschaft, d.h. kein Mett , rohes Gehacktes etc.

  • die Katze nicht mit rohem Fleisch füttern

  • Hygiene walten lassen beim Zubereiten von Fleisch

  • häufiges Händewaschen

Wenn diese Maßnahmen eingehalten werden, besteht keine Gefahr, weder für Mutter noch Kind.

Es ist nicht erforderlich sich von der eigenen Katze zu trennen.


 


Vermehrtes Auftreten von Zwingerhusten

Der Zwingerhusten ist eine Infektion der oberen Atemwege, welche primär von verschiedenen Viren, sowie Bakterien, insbes. Bordetellen, verursacht wird. Bordetella bronchiseptica wird häufig auch als Primärerreger angesehen. Die zum Ausbruch führenden Virusarten variieren von Jahr zu Jahr u. Lokalisation. Bei uns sind besonders das Parainfluenza-2-Virus, Reoviren, das Humane Influenza-Virus Typ A2, das Canine Adenovirus2 (auch Laryngotracheitis Virus genannt), sowie das Herpesvirus beteiligt.

 

Die Primärerreger führen zunächst zu einer Schädigung der Schleimhäute im Nasen-Rachenraum. Sekundär wird dieses vorgeschädigte Gewebe von Bakterien besiedelt.

 

Ein hoher Infektionsdruck geht von Hundeschulen, Hundepensionen, sowie Hundeausstellungen aus, da die Infektion hoch kontagiös ist u. über Tröpfchen übertragen wird. Der Zwingerhusten breitet sich rasend schnell aus, da die Erregerausscheidung über die Atemwege enorm hoch ist. Die Inkubationszeit (Zeit zwischen Ansteckung u. Ausbruch der Krankheit) beträgt 2 bis max. 30 Tage.

Der Zwingerhusten tritt saisonal gehäuft auf, besonders im Spätsommer u. beginnendem Herbst kommt es zu vermehrten Ausbrüchen.


Verlaufsform:
Milde Form: vermehrter Nasenausfluss, Tonsillitis u. leichter Husten. Das Allgemeinbefinden ist häufig ungestört. Schwere Form: Fieber, starker unstillbarer trockener Husten oder Husten mit schleimig weiß-schaumigem Auswurf. Das Allgemeinbefinden ist gestört.


Prophylaxe:
Die Impfung sollte zusätzlich zur normalen „Jahresimpfung“ durchgeführt werden. In den meistens "Jahresimpfungen" ist  bereits ein abgeschwächter Canines Parainfluenza Typ 2 enthalten. Der intranasale Impfstoff ist somit eine weitere Möglichkeit seinen Hund zu schützen. Dieser Impfstoff dient zur aktiven Immunisierung, insbes. gegen Bordetella Bronchiseptica u. Canines Parainfluenza-Virus. Der Impfstoff wird in die Nase geträufelt und führt direkt vor Ort zur Immunität.

Wer sollte nun seinen Hund zusätzlich impfen lassen? – alle Junghunde – alle Hunde, die regelmäßig auf Hundeplätze oder auf Ausstellungen gehen – alle Hunde, die beim Spazierengehen viel auf andere Hunde treffen, z.B. in öffentlichen Parks. Trotz der Impfung kann es auch bei geimpften Tieren zu leichten Ausbrüchen kommen. Diese werden aber in deutlich abgeschwächter Form durchgemacht.